Job als Juniorberater

SEVEN PRINCIPLES hinter den Kulissen: Der Job eines Juniorberaters

Gerne möchten wir Ihnen, unseren geschätzten Lesern, Einblicke in unser Unternehmen ermöglichen und Ihnen zeigen, wie unsere Berater für Ihren Erfolg arbeiten. Diese Woche lassen wir dazu Ingo Niehaus zu Wort kommen. Herr Niehaus ist bei SEVEN PRINCIPLES Juniorberater im Bereich Enterprise Information Management mit dem Schwerpunkt Business Intelligence. Seinen Bachelor und Master der Informatik mit Nebenfach Wirtschaftswissenschaften hat er im Jahr 2012 an der Universität Paderborn absolviert. Nach verschiede­nen Einsatzgebieten im Logistikumfeld ist er seit Anfang 2014 bei uns tätig.

Eine Arbeitswoche als Juniorberater: Routinen schreiben ohne Routine

In nahezu jedem Unternehmen werden Daten, die von der IT- oder einer Fachabteilung zur Verfügung gestellt werden, zur Entscheidungsfindung bei strategischen oder operativen Fragestellungen genutzt. Damit die handeln­den Personen bei ihrer Arbeit bestmöglich unterstützt werden, sollten die Daten in einem für sie passenden Format bereitliegen. Eine möglicherweise aber noch wichtigere Anforderung ist die Verlässlichkeit der Daten. Schlüsse aus unzuverlässigen Daten zu ziehen kann ganz klar dazu führen, dass falsche Entscheidungen getroffen werden. In einem aktuellen BI-Projekt arbeite ich derzeit bei einem Kunden in Stuttgart, bei dem Daten aus verschiedenen Quellsystemen extrahiert, aufbereitet und in einem großen Data Warehouse abgelegt werden. Dabei liegt der Fokus immer darauf, die Datenqualität im Blick zu behalten, damit die Verlässlichkeit der Daten gewährleistet ist. Hier habe ich eine Woche aus diesem Projekt einmal zusammengefasst.

Montag

Die Woche beginnt für mich recht früh mit der Anreise nach Stuttgart. Da ich am Einsatzort gerne mobil bin, bevorzuge ich die Fahrt mit dem eigenen Auto. Bereits kurz vor fünf fahre ich los, noch sind die Straßen frei. Wie zu erwarten, gerate ich später in mehrere Staus, aber das ist einkalkuliert. Rechtzeitig treffe ich beim Kunden ein, um mit meiner Ar­beit zu beginnen. Wie in der vergangenen Woche lautet meine Aufgabe wieder, SSIS-Pakete (SQL Server Integration Services) zu erstellen, um Daten aus einem Staging Layer in den Core Layer fortzuschreiben. Dabei sollen die Daten in ein passen­des Format gebracht und gegebenenfalls automatisch korri­giert oder Fehler geloggt werden. Mit dem aktuellen Paket werde ich sicher noch eine Weile beschäftigt sein. Am Abend geht es in das zuvor gebuchte Hotel, trotz Dunkelheit dank Navi kein Problem. Auf dem Weg dorthin noch ein kurzer Zwischenstopp in einem Schnellrestaurant. Der Montag ist durch den frühen Start immer anstrengend, daher freue ich mich auf einen ruhigen Abend.

Dienstag

Nach dem Aufstehen gibt es ein ausgiebiges Frühstück im Hotel, bevor es wieder an die Arbeit geht. Zunächst wird das SSIS-Paket vom Vortag fertiggestellt. Nun kommt ein besonders spannender Moment: der erste Testladelauf mit 15.000 Datensätzen. Das Paket läuft zwar durch, allerdings werden nicht alle Datensätze auf Anhieb korrekt geladen. Das wäre auch zu schön gewesen! Etwa 500 Datensätze fehlen, daher untersuche ich nun die Log-Dateien, um die Ursache herauszufinden. Nach ei­niger Zeit wird deutlich: Einige Quelldaten befanden sich im falschen Format, als sie in den Staging Layer geladen wurden, wodurch die Daten in falsche Spalten geschrieben wurden – ein Fehler, der direkt im Quellsystem behoben werden sollte. Daher verfasse ich eine kurze Mail an die Fachabteilung und gehe dann verspätet in die Mittagspause, denn bei der Arbeit am System vergesse ich schnell mal die Zeit, insbesondere bei der Fehlersuche. Nach dem Essen steht noch ein Statusmeeting mit dem Projektleiter auf der Agenda. Einige offene Punkte werden geklärt und ein kleines Lob ist auch mal dabei, das gibt zu­sätzliche Motivation. Nach Feierabend gehe ich noch mit zwei Arbeitskollegen, die sich in Stuttgart etwas besser aus­kennen, essen.

Mittwoch

Der Mittwoch beginnt mit einem Gespräch mit der zustän­digen Fachabteilung, in dem die Fehler in den Quelldaten besprochen werden. Das Trennzeichen der Flatfiles ist auch innerhalb der Textfelder benutzt worden – ein kleiner Feh­ler mit großer Auswirkung. Wir kommen überein, dass im Quellsystem sichergestellt wird, dass dies nicht mehr vor­kommen kann. Eine saubere und vermutlich auch die ein­fachste Lösung. Sehr schön! So viel Einsicht ist nicht selbstverständlich, hat mir mein Projektleiter erzählt. Aber wenn man menschlich miteinan­der klarkommt, geht auch fachlich vieles leichter. Im An­schluss an dieses Gespräch fahre ich mit der Überprüfung der geladenen Daten fort. Bei Tabellen mit 200 Spalten und mehr ist ein Fehler schnell übersehen. Einige kleine Unstim­migkeiten tauchen noch auf. Idealerweise werden Routinen geschrieben, welche die Daten korrigieren und in das ge­wünschte Format bringen. Wenn nötig, muss ein Logeintrag erstellt und die Fachabteilung informiert werden. Am Abend geht es noch zum Sport in ein Fitness-Stu­dio – genau das Richtige nach einem langen Arbeitstag.

Donnerstag

Der nächste Tag bringt mal wieder eine kleine Überraschung mit sich. Die Fachabteilung meldet, dass es eine Änderung in den gelieferten Daten gibt, einige Felder werden den Datensät­zen hinzugefügt. In dieser frühen Phase des Projekts ist eine solche Anpassung glücklicherweise nicht sonderlich proble­matisch. Nach einem Go-Live des Projekts sähe das vermut­lich anders aus, denn eine Änderung des Schemas einer Tabel­le mit vielen Millionen Zeilen nimmt einige Zeit in Anspruch und würde die Verfügbarkeit der Daten beeinträchtigen. Die zusätzliche Aufgabe kommt auf die ToDo-Liste. Zu­nächst setzen wir jedoch die Arbeit an den Routinen fort, welche die Datensätze bereinigen. Mein Kollege hat damit am Vortag schon begonnen, sodass ein großer Teil der Arbeit bereits erledigt ist. Dieser Tag bringt ein besonderes Highlight mit sich: Am späten Nachmittag machen einige Kollegen mit mir ei­ne VIP-Tour durch die Mercedes Benz Arena in Stuttgart. Nicht nur die schiere Größe des Stadions beeindruckt mich, sondern auch die luxuriöse Ausstattung der Ehrengastplätze. Es ist schön, neben der Arbeit auch ein wenig von der Um­gebung mitzubekommen, und solche Aktivitäten lassen die Woche sehr kurzweilig erscheinen. Anschließend geht es noch in ein schönes Steakhouse zum Abendessen.

Freitag

Nachdem die meisten Routinen am Vortag implementiert werden konnten, stellt sich die Implementierung einer Funk­tion als etwas aufwendiger heraus. Mein Mentor hat mich dabei um besondere Sorgfalt gebeten. Diese Funktion soll nicht nur für diesen Datensatz eingesetzt werden, sondern auch für Daten aus anderen Quellsystemen wiederverwendet werden können. Um das zu gewährleisten, muss ein genauer Blick in das Schnittstellendokument geworfen werden. Ein­malig erfordert es einen höheren Aufwand, auf lange Sicht hingegen wird dieses Vorgehen eine Menge Zeit einsparen und die Wartbarkeit des Systems zusätzlich erleichtern. Anschließend werden noch einige Änderungen an den SSIS Paketen durchgeführt, um sie auf die veränderten Quelldaten vom Vortag anzupassen. Nach dem Mittagessen in der Kantine spreche ich noch mit einigen Kollegen über den Verlauf der vergangenen und die anstehenden Aufgaben für die kommende Woche. Da die Woche sehr erfolgreich verlaufen ist, herrscht im Team eine gute Stimmung. Auf­grund des Fortschritts im Projekt und einiger Überstunden, die sich im Laufe der vergangenen Tage angesammelt ha­ben, können wir heute zeitig die Heimreise antreten und ins Wochenende gehen. So läuft es allerdings nicht jeden Frei­tag ab. Auf der Rückfahrt rechne ich wieder mit einigen Staus, aber ich fahre gern Auto und so komme ich gut ins Wochenende. Ich bin gespannt, was die kommende Woche für Überraschungen mit sich bringt!

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